DARUM WERDEN DEINE GRENZEN NICHT RESPEKTIERT – vollständiger Text
Wieder einmal stoße ich auf dieses Thema über ein paar inspirierende Worte, die ich aus einem Newsletter aufschnappe und es ruft ein inneres JEP in mir hervor. Da öffnet sich ein weiteres Fenster, durch das ich dieses spannende Thema GRENZEN noch einmal aufs Neue verinnerliche.
Ein Fenster, das noch mehr in die Tiefe geht. Diese Tiefe hat soo sehr mit meiner Selbstliebe zu tun. Ich erinnere mich an meine Vergangenheit, in der ich versuchte, einfach grenzenlos da zu sein und danach versuchte, meine Grenzen klar zu machen. Doch beides scheiterte.
Vor allem als liebevolle Mama meiner Jungs gelang es mir nicht, klare Grenzen zu setzen, das gebe ich offen zu. Und wenn ich dann streng wurde und innerlich verkrampfte, wurde ich dennoch oft nicht wirklich ernst genommen und stand mit meinen Forderungen alleine da.
Lieb hatten sie mich trotzdem, meine Jungs. Die Liebe war immer da und sie war nicht das Problem. Im Nachhinein musste ich mir jedoch von meinem Jüngsten sagen lassen, ich hätte strenger sein sollen. Er habe mehr Regeln und Grenzen gebraucht. Tja, dumm gelaufen.
Aber heute und durch diese inspirierenden Worte fällt noch mehr Licht auf die Frage: Warum werden oder wurden meine Grenzen nicht respektiert?
Es hat nichts mit Strenge zu tun. Es hat auch nichts damit zu tun, ob mich jemand mag oder nicht. Es hat auch nichts mit Fairness oder Ungerechtigkeit zu tun.
Es hat vielmehr damit zu tun, was ich ausstrahle. Es hat mit dem Respekt zu tun, den ich selbst vor mir habe. Wann habe ich Respekt vor mir selbst und nehme mich wirklich wichtig und ernst?
Wenn ich mich liebe und weiß, was ich will. Wenn ich genau das auch ausstrahle. Diese Klarheit und dieses Charisma haben mir beide gefehlt. Und genau darum konnte es nicht funktionieren.
Wenn ich also will, dass meine Grenzen respektiert werden, darf ich mich selbst mal anschauen und mich fragen: Behandle ich mich selbst so, wie ich von anderen behandelt werden will? Nehme ich denn meine Grenzen wirklich ernst? Bin ich mir meiner Grenzen überhaupt bewusst? Oder schreit es erst dann in mir auf, wenn es beginnt, weh zu tun?
Gehe ich selbst viel zu oft über meine eigenen Grenzen aus mangelndem Selbstwert und Respekt vor mir?
Und wenn dieser Respekt vor mir selbst und diese Selbstliebe fehlen, was kann ich tun? Ich kann ja nicht auf Knopfdruck auf Selbstliebe umschalten und dann ist alles „tutti“!
Ich beginne, mich zu beobachten. Wie agiere und wie reagiere ich? Wie wirke ich auf andere? Wie kann ich in kleinen Schritten anfangen, mich so zu behandeln, als sei ich wertvoll?
Was würde ich jetzt tun oder in der Situation, in der ich bin, stattdessen tun, wenn ich mich noch ein bisschen mehr gern hätte? Wo kann ich mich, meinen Wert ein wenig anheben und mich mal an die erste Stelle setzen?
Dann fange ich an, aus alten Routinen auszusteigen. Dinge anders zu machen. Mehr für mich da zu sein. Mehr wirklich und damit auch gesünder zu leben. Denn diese ewige Anpassung und Aufopferung darf mal aufhören. Sie schwächt letztlich nicht nur mich sondern auch mein Umfeld, wenn ich mich selbst vergesse und kraftlos aus den letzten Löchern pfeife.
Ich weiß, das ist nicht leicht. Weil wir oft nur gelernt haben, dass andere unsere Grenzen überschreiten und wir uns angepasst haben. Weil wir oft wenig Liebe für uns selbst entwickeln konnten und in der Unsicherheit über uns selbst und in dem oft chronischen Mangel stecken geblieben sind.
Auch hier, wie in allem anderen, bin ich aufgefordert, selbst dafür zu sorgen, dass mein Leben mit Würde und Respekt behandelt wird, in meiner kleinen Welt.
Niemand da draußen wird das für mich tun. Ich darf es für mich selbst tun. Es darf selbstverständlich sein, wenn ich in der Liebe zu mir selbst angekommen bin.
Erinnere dich: Du darfst mehr zu dir stehen, als dein Kopf denkt!
Ich umarme dich von Herzen
deine Olivia
