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DEIN UMFELD PRÄGT MEHR ALS DU DENKST

Von Olivia Sonnig · Lesen: ca. 6 Min. · Anhören

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Titelbild: DEIN UMFELD PRÄGT MEHR ALS DU DENKST

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DEIN UMFELD PRÄGT MEHR ALS DU DENKST – vollständiger Text

Weißt du eigentlich, wie wichtig dein Umfeld ist?

Ich stehe gerade in diesem Raum, der für eine kleine Weile mein Zuhause ist und ich erinnere mich an den zurückliegenden Vormittag, an gestern und vorgestern. Da waren so einige unerledigte Themen und Ideen, Dinge, die ich jetzt in diesem Moment tatsächlich alle erledigt habe und abhaken konnte.

Und ich fühle nicht nur Dankbarkeit und körperlich spürbare Erleichterung, sondern ich fühle mehr. Es fühlt sich leicht, beschwingt und durchlässig an. Als ob neuer Raum entsteht. Es fühlt sich sauber an, so, wie nach einem Frühjahrsputz.

Erinnerst du dich an deinen letzten Moment, nachdem du deine Räume neu renoviert hattest. Es riecht alles noch so neu und du schaust dich um und fühlst dich genau so neu wie deine Räume.

Oder nachdem du ordentlich Ordnung geschaffen hast, ausgemistet, aufgeräumt, geputzt, dein Haus, deine Wohnung, deine Terrasse, deinen Garten. Und du fühlst so viel innere Freude darüber, dass alles wieder so schön ist. Du genießt den Ausblick in jede Richtung und möchtest dich am liebsten stundenlang in eine Ecke fläzen, um diese neue, saubere, harmonische Atmosphäre zu genießen.

Ich kenne diese Momente sehr gut. Da ist dann alle Erschöpfung schnell verflogen, weil die Freude darüber so viel größer ist und die neue Kraft, die dadurch in Fluss gekommen ist, die uns energetisch wieder auffüllt. Ich glaube, diese energetische Komponente vergessen wir oft.

So ist es auch mit den inneren Themen und mit den nicht sichtbaren Themen. Da steht ein Gespräch an, da schiebe ich einen Anruf vor mir her und dies und das. Diese unerledigten Themen, das sind Energieräuber, weil ich diesen inneren Widerstand aufbaue, die Themen, die immer wieder hoch kommen, wieder weg schiebe und manchmal sogar Ablenkung brauche, um sie für eine Weile komplett zu vergessen.

Selbst bei den vielen Ideen, die von mir umgesetzt werden wollen, die oft parallel laufen, mal hier mal dort ein bisschen. Diese vielen Worddateien, die alle offen sind und dann Stück für Stück geschlossen werden können, wenn sie dann erledigt sind. Das fühlt sich gut an, wenn es zu meiner Zufriedenheit umgesetzt wurde und keine offenen Dateien mehr da sind.

Da ist dann wieder Platz für Neues und es kommt ein neuer Energiefluss herein. So wie frischer Wind, der durch die offenen Fenster hereinweht und die verbrauchte Luft einfach mit neuer Energie auffüllt.

Und gerade gibt es da diese Erleichterung, so ein tieferes Durchatmen, weil ich fühle, dass neben den umgesetzten Ideen auch innere Themen in die Auflösung kamen, über körperliche Prozesse, über emotionale Prozesse...es fühlt sich an, wie ein kleiner Neuanfang. Ich liebe dieses Gefühl von Neuanfang. Du auch?

Doch ich bemerke noch etwas sehr Wichtiges! Mein Umfeld hier, es passt gerade absolut. So viel Natur, so viel Stille, weil dieser Ort fast menschenleer ist. Nur mein Allerliebster, der, wie ich, gerne an seinen Projekten arbeitet, ganz ähnliche Themen hat und mit mir sooo sehr harmoniert.

Es ist eine wahre Wohltat. Er hört mich an, wenn ich ihm etwas sagen oder vorlesen möchte. Ich tue dasselbe und wir nehmen uns immer wieder dankbar in den Arm. Wir sind das beste Team aller Zeiten. Miteinander schaffen wir so unglaublich viel. Miteinander sind wir in der Lage, Berge zu versetzen. Wir erkennen und halten einander, motivieren, pushen, inspirieren uns. Das wäre uns alleine oder in dem „falschen“ Umfeld niemals möglich gewesen.

Warum erzähle ich das?

Weil ich dir sagen will, wie wichtig es ist, das richtige Umfeld zu haben. Wenn ich an meine damalige Ehe zurück denke. Ich hätte mich niemals so entwickeln können, weil da kein Raum dafür geboten war. Keine Aufmerksamkeit, kein Erkennen, kein Motivieren, keine Liebe, kein Halt.

Und ohne das, wie kann ein Mensch sich da entfalten, seine Träume erinnern, seine Talente erkennen, Neues wagen?

Die Menschen in unserem nächsten Umfeld, sie prägen uns mehr als uns lieb ist, durch ihre Ansichten, ihre Gewohnheiten, ihr Verhalten. Wir gehen in Resonanz oder ziehen uns zurück. Je weniger es harmoniert, umso größer die Gefahr, uns im Außen zu verlieren oder zu viel Energie darauf zu verwenden, das Schlimmste zu vermeiden. Wie können wir da zu uns selbst finden, geschweige denn in uns selbst kraftvoll bleiben?

Die Menschen, mit denen ich mich umgebe, auch die, mit denen ich aus der Ferne verbunden bin, es sind nicht so viele. Aber es sind die, die mir wohlgesonnen sind. Es sind liebe Menschen, die sich freuen, wenn ich ihnen etwas von mir gebe und die sich mir gerne anvertrauen, wenn sie sich mir mitteilen oder mir etwas geben wollen. Es ist ein Austausch auf Herzebene. Etwas anderes will ich gar nicht mehr.

Ich kenne toxische Beziehungen, ich kenne Menschen, in deren Anwesenheit sich in mir alles zusammen zieht. Ich kenne Menschen, die ständig nur nehmen und für die ich einfach nur eine Projektionsfläche bin. Es hat nichts damit zu tun, dass es nur Menschen in meinem Umfeld geben darf, die mir stets etwas zurück geben. Manchmal findet ein Ausgleich auf ganz anderen Ebenen an ganz anderen Orten mit anderen Menschen statt.

Doch, wenn mich die Begegnungen Kraft kosten, wenn es mich unglaublich müde macht, wenn es mich nur noch nervt, dann darf ich mich fragen, ob diese Zusammenkunft dauerhaft gut für mich ist.

Ich darf mich fragen, ob ich weiter Menschen in meinem Umfeld haben will, deren Themen ich nicht oder nicht mehr teile. Es geschieht nun mal, dass vertraute Menschen sich in andere Richtungen entwickeln. Wenn wir uns nichts mehr zu sagen haben oder kein gegenseitiges oder nur ein einseitiges Interesse besteht, macht es da Sinn, weiter Zeit miteinander zu verbringen?

Eindeutig Nein! Und nein, es ist nicht egoistisch. Ich kann das nicht oft genug betonen! Nein-Sagen ist wichtiger denn je. Es geht um meinen und deinen Lebenssinn, um unsere wertvolle Lebenszeit, um das, was uns Kraft gibt, damit wir dieses Leben wirklich leben und nicht nur irgendwann als Schatten unserer Selbst wie Zombies herumlaufen und uns völlig vergessen haben.

Du kannst nur aufblühen, wenn du dir wichtig genug bist, dir ein gutes Umfeld zu schaffen. Dein Ort, deine Räume, deine Regeln, deine Menschen. Da ist weniger mehr, wie mit den Gegenständen in deinem Zimmer. Zuviel macht unruhig, zerstreut oder erdrückt. Weniger bringt Freiraum, Übersicht und Ruhe. Dein innerer Raum, der will vor allem immer wieder geleert werden, von altem Ballast, von unerledigten und ungeheilten Themen.

Vielleicht hast du ja Lust, dich in diesen letzten Wochen des Jahres zu fragen, was du noch erledigen willst, was du noch in die Heilung bringen willst und was du hinter dir lassen willst. Gibt es Themen, die dich noch belasten? Gibt es Menschen, die dir nicht gut tun? Gibt es Veränderung, die du dir wünschst?

Vielleicht sind diese Themen ja wichtiger als das Notieren der nächtlichen Träume während der anstehenden Raunächte oder das abendliche Netflixfernsehen.

Wenn ich mir klar bin, was ich mit rüber nehmen will ins Neue und was ich hier lassen will und dann noch ordentlich ausmiste und sauber ins Neue hinüber gleite, dann ist das doch schon ein wunderbarer Neubeginn, oder?

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner inneren und äußeren „Aufräum-Aktion“ und beim Klarwerden dessen, was dir wirklich wichtig ist und was weg darf!

Erinnere dich: Dein Umfeld ist wichtiger als dein Kopf denkt.

Herzliche Umarmung

deine Olivia

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