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EINE WOCHE OHNE RAUM UND ZEIT

Von Olivia Sonnig · Lesen: ca. 5 Min. · Anhören

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Titelbild: EINE WOCHE OHNE RAUM UND ZEIT

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EINE WOCHE OHNE RAUM UND ZEIT – vollständiger Text

So viele Themen, die wir hier gemeinsam lösten in Gesprächen und Übungen. Einfach nur, indem wir uns trafen an einem Ort, der uns das Ganz-Bei-Uns-Sein ermöglichte. Draußen, auf einem Rasen, unter einem groß gewachsenen Ficcus mit seinen vielen kleinen dunkelgrün glänzenden Blättchen in dichtem Geäst, Schatten spendend und Blick über Meer und Berge.

Und doch spiegelte uns auch dieser idyllische Ort ebenso diese laute Welt da draußen wider, die stets versucht, jede heilsame Stille zu verdrängen. Da waren diese lauten Düsenjets, die über uns kreisten, dort die lauten Motorengeräusche in den anliegenden Straßen und hier Menschen, die wir nicht ganz ausklammern konnten, weil sie in unser Feld kamen.

Auch hier war jeder gefragt, sich nicht aus seiner Mitte bringen zu lassen und trotz alldem die andere, schöne Seite in den Fokus zu nehmen.

Richie, unsere gemeinsame Freundin Janka und ich, wir waren die „Drei-Gleichen“ ;-) und schufen durch unser Sein und unsere Absicht ein persönliches Schwingungsfeld der Heilung. Einfach, indem wir bewusst beisammen waren.

Und selbst der neugierige übergewichtige Italiener von der gegenüberliegenden Seite, der so gerne den Seeblick genießen wollte, den er selbst nicht hatte, schaffte es nicht, uns zu stören. Er kam, grüßte, stand da, neugierig lauschend, beobachtend, in die Ferne schauend und ging bald wieder, weil er mit uns wirklich gar nichts anfangen konnte. Wir lagen zu dritt auf unserer Decke, manchmal Arm in Arm, schweigend, redend, atmend.

Wie schön ist es, wenn Gleichgesinnte zusammenkommen in Freundschaft, Liebe und dem Willen, den Weg nach Innen zu gehen, zu dritt vervielfacht in ihrer Wirkung und in gegenseitiger Begleitung. Einfach fließen lassen, geschehen lassen, anschauen, was sich zeigt, offen sein.

Und diese Woche blieb nicht ohne körperliche Auswirkungen. Heilung geschieht. Ich bin voller Dank für unsere Freundschaft und für diese Erfahrung.

Mir ist klar geworden, wie einfach es ist, zu heilen.

Das Wesentliche ist, es zu erlauben. Alles zu erlauben.

Alles, was da ist, wahrnehmen. Und es sein lassen dürfen.

Wir geben uns oft die ERLAUBNIS nicht.

Hinter unserer vermeintlichen Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft, Toleranz ….

ist oft eine andere Wahrheit versteckt.

Übernommen und gespeichert in unseren Zellen.

Eingepflanzt in unserem Kopfarchiv, in unseren Verhaltensmustern.

Wir kommen nicht weiter aufgrund unseres WIDERSTANDES.

Wir spüren ihn oft nicht.

Der Widerstand verhindert, dass wir uns erlauben, uns wirklich zu spüren

in all dem Schmerz, der Negativität, dem So zu Sein, wie man eigentlich gerade sein will.

Wir sind oft nicht bei uns selbst, sondern beim anderen,

wollen den anderen nicht verletzen,

wollen die Bedürfnisse des anderen respektieren,

wollen Harmonie.

Wenn ich erlaube, zu fühlen, was gerade da ist, und es benenne, dass es da sein darf

und gleichzeitig den Widerstand dagegen erlaube, ebenfalls da sein zu dürfen,

entknotet sich plötzlich dieses Knäuel an Verwicklung, löst sich die Blockade auf.

Es beginnt zu fließen, es löst sich die oberste Schicht,

und es zeigt sich, was darunter liegt. Es kommt Neues zum Vorschein. Oft im nächsten Moment.

Auch das darf da sein, ich nehme es wahr, ich erlaube es,

gemeinsam mit dem Widerstand, und es geht wieder tiefer...

Es verändert sich, es löst sich und es kommt das Nächste herauf und wird sichtbar, fühlbar.

Oft große Traurigkeit mit Tränen, Schmerz, das Gefühl, zu sterben, das Gefühl, es nicht zu überleben,

Es darf alles da sein.

Es verändert sich, es verwandelt sich, weil es gesehen, gefühlt, erlaubt wird.

So einfach ist es im Grunde. So ist es mit allem.

Ich brauche nicht länger hilflos zu sein.

Ich brauche nur ehrlich zu mir zu sein, mich zu spüren, es wahrzunehmen, es zu erlauben.

Alle Anstrengung, alles tun müssen, alle Mühe, die ich gelernt habe, um Dinge zu verändern,

um Dinge richtig zu machen, all das darf gehen.

Das Leben verwandelt sich selbst. Der Körper heilt sich selbst. Es ist schon alles da.

Ich brauche nur hinschauen, wirklich hinschauen, hinfühlen und ERLAUBEN.

Ich erlaube mir, zu fühlen, all den Schmerz, all das, was nie die Chance hatte, sich endlich zu lösen.

Ich erlaube mir, schwach zu sein, mich schlecht zu fühlen, alles, was das Menschsein hier ausmacht, zu durchleben. Alles ist in mir. Alles.

Ich erlaube mir, um es ganz zu verkörpern, was gerade in mir ist.

Ich darf es zu 100% fühlen, spüren, erleben.

Ich darf zu 100% echt sein. Das ist der Weg in die Ganzheit.

Keine halben Sachen mehr. Kein Unterdrücken mehr.

Kein Schönreden, kein Ausreden, kein Überstülpen mehr.

Ich bin bereit, ganz Ich zu sein, zu 100% in jedem Moment. So, wie es mir gelingen kann.

Das ist wahrhaftiger Ausdruck. Das ist wahrhaftige Größe.

Da kommt wahrhaftig Energie ins Fließen. Da entsteht wahre Lebendigkeit.

Das ist echtes Leben. Erleben. Sein.

Ich bin. Ich bin das jetzt. Ich fühle es in mir. Egal warum, egal, woher es kommt.

Es ist jetzt da und ich erlaube es. Es darf sein. Ich kann es tragen, ich kann es ertragen.

Ich kann mich selbst tragen. Zu 100% tragen, ertragen, spüren, erleben, lieben in Leid und Freude.

In allem, was da sein kann.

Ich schaue alles an, ich erlaube mir die Stille mit mir.

Es ist die beste Art zu sagen: Ich liebe mich und ich ehre das Leben.

Echte Liebe zu mir selbst ist darum gleichzeitig Heilung.

Liebe heilt.

Alles darf sein.

Ich liebe es.

Ich liebe diese Erfahrung.

Erinnere dich: Du besitzt mehr Heilkraft als dein Kopf denkt.

Ich umarme dich

deine Olivia

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