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IMMER WIEDER ABTAUCHEN – PHÄNOMENAL!

Von Olivia Sonnig · Lesen: ca. 5 Min. · Anhören

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Titelbild: IMMER WIEDER ABTAUCHEN – PHÄNOMENAL!

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IMMER WIEDER ABTAUCHEN – PHÄNOMENAL! – vollständiger Text

Da kommt mir eine geniale Erkenntnis, die ich gerade hier in diesem fremden Café feststelle. Ich sitze hier mit meinem Laptop, genieße meinen Kaffee und schlage mein Laptop auf, um meine gewohnte Arbeit zu machen. Richie sitzt neben mir und macht dasselbe.

Dabei drifte ich immer mehr ab und tauche ein in die Welt des Internets, der Posts, des Schreibens und vergesse mit und mit die Umgebung um mich herum. Bis sich mein entspannter Darm meldet.

Yeah, ich freue mich jedes Mal, wenn ich aufs Klo gehen kann, denn danach entspannt sich mein gesamtes System und ich fühle mich topfit! Na, na, wer redet schon über so was, außer wenn ein Arzt ihn danach fragt? Ich mache das jetzt. Ich bin authentisch und menschlich und schreibe über diese banalen Kleinigkeiten, die „man“ besser nicht öffentlich erwähnt.

Aber diese Kleinigkeiten sind so essentiell, sie geschehen täglich und sind wichtig für unser körperliches Hier-Sein! Findest du nicht auch?

Doch, was ich eigentlich schreiben wollte: Was ich fest gestellt habe, ist Folgendes: Als ich aufstehe, weil mein Körper mich auffordert, eine Toilette zu suchen, da merke ich erst wieder, wo ich eigentlich bin. Ich hebe den Kopf, nehme meine Ohrstöpsel raus, atme bewusst die Luft ein und schaue mich um.

Hier in einem fremden Café irgendwo im Süden Kretas sitze ich an einem weißen Tisch auf einer weißen Bank mit orangefarbenen Kissen. Der riesige Ventilator links oben an der Wand weht die warme Luft durch den Raum in regelmäßigen Brisen.

Ein Duft von Kaffee und Gebäck kommt mir in die Nase. Wir sitzen gerade fast alleine in diesem offenen Café, einem der wenigen Lokale hier, in dem keine laute Musik läuft. Der junge Angestellte hinter der Theke lächelt, während der Hund des Hauses gerade um die Ecke flitzt.

Ein faszinierender Augenblick. Und ich merke plötzlich, dass es mir echt Freude macht, immer wieder in andere Sphären abzutauchen, um zu vergessen, wo ich eigentlich bin und um dann wieder zu merken: Ach, hier bin ich!

Kannst du das überhaupt nachvollziehen, was ich hier so von mir gebe? Ich kann es gar nicht anders erklären.

Während ich das so realisiere und es hier aufschreibe, fällt mir ein, wie essentiell auch das in meinem Leben ist. Immer wieder abtauchen, immer wieder woanders sein. Entweder in die Internet-Arbeit abtauchen, ins Schreiben abtauchen, beim Lesen eines Buches abtauchen, beim Schauen eines spannenden Webinars oder eines guten Filmes abtauchen, beim Hören eines Podcasts abtauchen oder aber einfach mal beim Sudoku kurz die Welt um mich herum vergessen und letztlich in den Schlaf abtauchen. Auch da vergesse ich ja dann irgendwann, wo mein Körper gerade liegt.

Und wenn ich aufwache: Tadaa!

In unserem Van-Leben ist es noch spannender, denn hinten im Schlafgemach sind keine Fenster, sondern nur eine Luke nach oben und es dauert dann manchmal ein paar Sekunden länger, bis mein Kopf realisiert, wo ich gerade bin!

Warum genieße ich das eigentlich? Nicht, weil sie so schlecht und anstrengend ist, diese Welt, in der ich mich befinde, dass ich sie ständig ausblenden will. Das kommt nur ab und an auch mal vor. Warum aber? Das kann ich gerade gar nicht so greifen und meinem Kopf fällt dazu gar nix ein.

Selbst eine neue Umgebung, ein Tapetenwechsel, ein kurzer Spaziergang, raus aus dem gewohnten Umfeld….all das bringt ja auch irgendwie neuen frischen Wind rein, bringt etwas in Bewegung.

Aber das hier ist noch etwas anders, wenn ich, wie beschrieben, vollkommen in eine Sache versinke, die ich gerne mache und dann wieder rauskomme, meine Umgebung wieder realisiere, fühle, wo ich gerade war und merke, das die Zeit völlig ausgeklammert war und dass ich in einer völlig anderen Welt war. Was ich daran merke, dass ich überrascht bin, wo ich bin und wie die Zeit vergangen ist.

Es ist einfach schön, in unterschiedliche Welten zu schlüpfen. Schlafen gehen und am nächsten Morgen wieder aufwachen...von einer Welt in die andere schlüpfen. Oder beim Basteln, Malen, Singen oder Schreiben….im Flow sein und die Umgebung komplett ausklammern, nur fokussiert sein auf eine Sache, um dann erfrischt und energetisiert wieder in der anderen Realität anzukommen.

Auch, wenn ich Musik auf den Ohren habe oder in die Stille, in die Meditation gehe, da entsteht eine eigene Welt um mich herum, wie eine Blase, die mich von außen abschirmt und mich mich selber mehr fühlen lässt.

Ja, sogar die Gedanken und die vorherige Befindlichkeit, die vielleicht depressiv war, ist danach plötzlich verschwunden. Es fühlt sich dann an, wie ein kleiner Reset, ein Neuanfang, ein Neustart.

Auf jeden Fall ist es wie Kraft tanken. Kennst du das auch?

Ich denke gerade darüber nach, warum das so erholsam für mich ist. Vielleicht sind es die vielen Eindrücke von außen, die dann einfach an mir abprallen, weil ich nur fokussiert bin auf das, was ich gerade tue und auf mich selbst, meine Empfindungen und meine kleine Welt. Doch ich merke, es ist noch viel mehr, das ich gerade in diesem Moment tatsächlich nicht beschreiben kann.

Wie ist das bei dir? Schreib’ gerne in den Chat!

Ich vermute fast, dass wir ununterbrochen auch in unsichtbaren Sphären oder Frequenzfeldern hin und her switchen, ohne es zu merken! Und dass unser Körper, unser gesamtes System ununterbrochen unglaublich Vieles verarbeitet.

Erinnere dich: Du erlebst viel mehr als dein Kopf denkt!

Ich umarme dich ganz herzlich

deine Olivia

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