SPIRITUALITÄT BEGINNT, WO DEINE MASKE FÄLLT – vollständiger Text
Was ist Spiritualität überhaupt?
Warum haben wir Angst vor unserer Spiritualität?
Mir war nicht bewusst, was Spiritualität im Wesentlichen bedeutet, weil ich mich immer schon als spirituelles Wesen erlebt habe. Ich konnte es nur nicht greifen. Dass es mehr geben musste als nur das, was ich greifen und sehen konnte, das war mir schon klar.
Wenn ich krank wurde, wusste ich, dass es kein Pech war, sondern einen feinstofflichen Grund hatte. Ich glaubte auch nie an Zufall, sondern daran, dass etwas mit etwas zusammen hängen musste, auch wenn ich den Grund nicht kannte.
Das Jenseits war für mich die andere Seite des Daseins und ich wusste, dass ich dort irgendwo mein wahres Zuhause habe.
Als junge Frau, die innerlich leer war und das Leben im Außen als ständige Herausforderung und Kampf empfand, kam ich mit Reiki, Aufgestiegenen Meistern, Engel- und Wahrnehmungsseminaren in Berührung und fühlte mich dort erstmals als spirituelles Wesen zu Hause.
Ich verstand jedoch nicht, dass ich oft belächelt wurde, wenn ich merkte, dass meine Wahrheiten von denen der anderen weit entfernt waren. Glücklicherweise erkannte ich auch, dass Missionieren keine gute Sache ist. Mir war nicht bewusst, dass Spiritualität nichts für jeden ist und dass Spiritualität für manche einfach nicht zu ihrem Leben gehörte.
Ich dachte damals, Spiritualität ist einfach der Glaube an feinstoffliche Wesen und an andere Dimensionen. Der Glaube, dass alles hier wohl einen Sinn haben wird und dass es irgendwo eine Quelle gibt, aus der alles Leben entstand.
Jahre später erkannte ich, dass die spirituelle Welt, in die ich eine Zeit lang regelrecht geflüchtet war, nichts mit wahrer Spiritualität zu tun hat und auch durchzogen von Lügen, falschen Glaubenssätzen, falschen Gurus und Ritualen, die uns etwas vormachten.
Jetzt ist mir das erste Mal so richtig klar, dass Spiritualität etwas anderes ist. Spiritualität ist einfach unser menschlicher Normalzustand. Punkt. Ich bin ein spirituelles Wesen, nicht nur Körper, auch feinstofflich, energetisch, emotional. Und wenn ich mich frage, warum bin ich hier und was habe ich hier zu geben?, dann bin ich spirituell.
Wenn ich bereit bin, Verantwortung für mein Leben zu übernehmen und den Weg nach innen gehe, um mich aus all den Konditionierungen zu befreien, dann bin ich spirituell. Wenn ich tiefgründige Fragen habe und nach echtem Sinn suche, bin ich spirituell. Wenn ich erkenne, dass Glücklich-Sein, Frei-Sein, Gesund-Sein, Geliebt-Sein, Erfüllt-Sein, Kreativ-Sein mein ursprünglicher „Normalzustand“ sein sollte, dann bin ich spirituell.
Und mir ist klar, dass es zwei Wege gibt, die wir Menschen gehen können:
Wir können den weltlichen, irdischen Weg gehen, den des Kopfes, den materiellen Weg, den der Persönlichkeit, des Egos und all dessen, das uns in dieser Matrix, diesem Gesellschaftskonstrukt hält mit all seinen Vorzügen und auch Nachteilen, wie Abhängigkeiten.
Oder wir können den spirituellen Weg gehen, Verantwortung für unser Leben übernehmen, uns auf den Weg zu uns selbst und unserer Wahrheit machen, den Weg des Herzens, der Seele, der Bestimmung, der Berufung, wie auch immer du es nennen magst.
Das wäre der Weg des Echt-Seins, der Offenheit, der Verletzlichkeit, aber auch der wahrhaftigen Heilung, der Lebendigkeit, der Gesundheit, der Kraft, der Möglichkeiten, die über den Verstand hinaus gehen.
Da darf ich mich fragen: Wo ist es an der Zeit, meine Maske und meine Fremdbestimmung abzulegen? Wo zeige ich mich noch nicht? Wo glaube ich noch oder rede mir ein, ich hätte nichts zu geben?
So einfach ist das. Und du erkennst die Menschen sofort. Die, die den spirituellen Weg gehen oder die anderen, die sich davon fern halten und bei ihren Gewohnheiten bleiben. Diejenigen, die ihrem Herzen folgen und diejenigen, die ihrem Kopf folgen. Du erkennst sie sofort.
Spiritualität hat nichts mit Räucherstäbchen und Kristallkugeln zu tun. Und wer spirituelle Bücher liest und sich selbst trotzdem vernachlässigt, ist nicht spirituell.
Die meisten haben tatsächlich Angst vor Spiritualität. Das war mir auch nicht bewusst. Besser gesagt: der Verstand hat Angst. Warum eigentlich? Weil er da völlig die Kontrolle verliert. Es ist wie das Öffnen der Büchse von Pandorra. Was kommt da alles raus, wo ich hingucken muss? Da ist so Vieles in meiner inneren Welt, das bisher verborgen war. Zu der hat ja der Verstand gar keinen Zugang.
Der Kopf hat Angst vor dem, was sich da zeigen könnte. Da ist Schmerz, alter Schmerz, Traurigkeit und andere Emotionen, da ist verschüttetes Potential, aber vor allem totale Selbstverantwortung, ein Spiegel, der dich die Wahrheit blicken lässt. Die Wahrheit über dich und über diese Welt. Da ist Neuland, da ist Leere, da ist Unsicherheit, da ist der Kopf überfordert.
Wenn ich mich entscheide, den spirituellen Weg zu gehen, dann gehe ich den Weg der Wahrhaftigkeit, weil ich dann bereit bin, mich selbst zu entdecken und zu leben. Dann bin ich bereit, zu leben, was mein Herz, meine Seele will. Und um das frei zu legen, um an diese Kernbotschaft zu kommen, darf ich Vieles anschauen, was noch geheilt werden will.
Mein Herz will das, es will nichts anderes als Heilung.
Der Verstand will das nicht, er will Sicherheit. Eine Sicherheit in dem, was er kennt.
Spiritualität ist alles andere als Sicherheit. Denn die Wahrheit leben, bedeutet, zu erkennen, dass es keine Sicherheit gibt. Es gibt nur Leben, fließen, auf- und abschwingen mit dem eigenen Rhythmus.
Wenn ich mich entscheide, den spirituellen Weg zu gehen, sage ich ja zu mir selbst, meinem wahren Selbst und Nein zu allem, was ich nicht bin. Da darf ich alle Lügen beiseite schaffen. Alles, was ich mir vorgemacht habe, was sich mein Ego aufgebaut hat, darf ich abreißen, um echt und authentisch zu sein.
Wenn ich mich entscheide, den spirituellen Weg zu gehen, dann übernehme ich endlich die volle Verantwortung für mein Leben, weil ich erkenne, dass ich selbst meine Realitäten erschaffe. Ich weiß um die kosmischen Gesetze, wie innen so außen, das Resonanzprinzip und all das. Was ich bin, zeigt sich im Außen.
Aber dann wird das Leben mit der Zeit auch einfach klarer. Da erkenne ich plötzlich die Harmonie, die Synchronizität, weil ich der Wahrheit ins Gesicht sehe. Und es bringt mich aus der Abhängigkeit in meine eigenen Schöpferqualitäten. Ich werde zum Selbstgestalter meiner Realität.
Du und ich, wir sind Menschen. Und Menschen sind spirituelle Wesen. Wir sind mit Qualitäten hier auf die Erde gekommen, die wir oftmals nie entdecken in unserem Leben, weil sie nicht gefördert, nicht gesehen, nicht gewollt wurden und waren. Entweder, wir entdecken sie selbst oder sie bleiben unter dem Korsett der gewachsenen Persönlichkeitsstruktur verborgen.
Ich glaube, wir sind an einem Punkt, an dem sich diese beiden Wege noch deutlicher voneinander entfernen. Und wo sich auch Menschen voneinander weg bewegen und sich neu formieren. Die einen bleiben dort und die anderen finden sich woanders und tun sich zusammen, um ihr Potenzial zu leben, um diese Welt neu zu gestalten.
Viele haben Angst vor Spiritualität. Sie haben Angst vor sich selbst, vor dem, was dann alles zum Vorschein kommt.
Denn, wenn du diesen Weg einmal gehst, du dich entschieden hast, auf Entdeckungsreise zu dir selbst zu gehen, wird deine Seele dich irgendwann auffordern, dein Potential nicht länger zu verstecken, sondern dich zu zeigen, sichtbar zu werden für andere.
Und davor haben wohl die meisten von uns Angst. Angst vor ihrer wahren Größe. Da sagen viele: Nee, lieber nicht. Das wird mir zu unbequem.
Meine Gaben mit der Welt zu teilen, ist eine Aufgabe meines spirituellen Wesens, denn dafür sind sie da. Der Apfelbaum isst auch nicht seine eigenen Früchte. Jeder Baum produziert seine eigenen Früchte, aber nicht für sich, sondern für dich und für mich. So ist es mit unseren Gaben, unseren Früchten.
Wenn jeder seine Früchte mit der Welt teilt, dann haben wir Fülle überall und auch Frieden, oder?
Ja, der spirituelle Weg ist ein Abenteuer, das auch Mut braucht. Doch so mancher denkt sich jetzt vielleicht: Warum wahrhaftig und lebendig, aber erstmals und immer wieder in Unsicherheit und Ungewissheit leben, solange das absolute Vertrauen noch nicht da ist, wenn es auch bequemer geht? Aber ist es wirklich dauerhaft bequemer, frage ich mich?
Der Preis für ein bequemes Leben könnte ganz bald die Gesundheit sein, könnte die Lebensfreude sein, könnte ein tiefes Abtauchen in die totale Unbewusstheit sein, könnte eine totale Abhängigkeit von äußeren Instanzen sein. Aber, wenn es einem eh nicht bewusst ist – was soll’s dann, oder?
Mein Gefühl sagt mir, dass wir noch nie so nah an uns selbst waren, wie heute. Es gab noch nie so viele wache, bewusste Menschen, die sich auf den Weg zu sich selbst gemacht haben.
Und vielleicht geht es genau darum! Um die Zeit, zu erwachen, aus dem falschen Traum, den wir für die Realität halten.
Vielleicht geht es genau darum, zurück in die echte Welt zu gelangen.
Und dafür braucht es diese viele innere Arbeit derjenigen, die sich für den spirituellen Weg entschieden haben. Denn, bevor nicht all die Lügen-Schalen von mir abgefallen sind, kann ich die Wahrheit nicht erkennen. Ich kann sie schon erahnen, doch ich will sie unbedingt mit den eigenen Augen auch sehen und erleben! Darauf freue ich mich. Ich glaube, es wird noch sehr spannend!
Und ich glaube, dass diese Welt Heilung braucht und die geschieht, indem immer mehr Menschen sich entscheiden, ihren spirituellen Weg zu gehen. Unsere Menschlichkeit, unser Kern ist Spiritualität und, diese zu leben, setzt unglaubliches Potenzial frei und das ist es, was wir brauchen.
Wahrhaft spirituelle Menschen sind die, die diese Welt verändern. Sie sind die Pioniere dieser spannenden Zeit, die Pioniere für die neue Welt, von der wir jetzt noch träumen.
Erkennst du die Wichtigkeit und wie wichtig jeder Einzelne ist?
Konntest du mit dem Inhalt etwas anfangen und mit mir ein Stück mitgehen oder denkst du dir: Die ist ja völlig ver-rückt? Welchen Weg gehst du? Schreib’ es gerne in den Chat.
Erinnere dich: In dir steckt vielleicht mehr, als dein Kopf denkt!
Ich umarme dich
deine Olivia
