UNSPEKTAKULÄRER GEHT’S WOHL NICHT! – vollständiger Text
Durchbruch oder Stillstand? Ist das hier die Frage?
Ich muss ehrlich zugeben: Wenn mein Fokus nur auf dem Wesentlichen, dem Bewusst-Werden, dem innerlichen Über-das Ego-Hinauswachsen liegt, wird es irgendwann schwer. Da komme ich immer wieder irgendwo in einer Höhle an, in der es so dunkel ist, dass ich keinen Weg mehr erkennen kann.
Gerade lache ich über mich selbst. Mir rinnt der Schweiß in die Augen, ich mag gerade nicht einmal die Hitze, aber ich schreibe endlich wieder. Seit Tagen war mein Kopf nicht in der Lage, irgendwelche Buchstaben zu sortieren, geschweige denn, einen zusammenhängendenden Text, der irgendwie Sinn macht, zu formulieren.
Stattdessen….ein Potpourri aus Erschöpfung, Lethargie, Loslassen, Abhängen, ja, auch Aushalten. So Vieles auszuhalten. Aushalten, wann etwas beginnt, wann etwas weiter geht, wann sich etwas verändert, spürbar verändert….und nichts als Pudding im Kopf. Klar denken, war nicht drin. Nur der nötige Fokus auf das, was gerade vor mir liegt.
Ja, ich gebe auch zu, dass ich irgendwie dem 26.6.26 entgegen gefiebert bin. Und dann kam er, dieser besondere Tag und ich war enttäuscht. Ich wollte es mir nicht anmerken lassen, dass ich darauf gewartet hatte, dass sich mir irgendetwas zeigt. Und ja, ich hab auch einige Tränchen geweint. Da zeigten sich mir alte Muster, Verhaltensweisen, Erfahrungen.
War ich schon wieder auf einen falschen Zug aufgesprungen? Hatte ich etwas einfach anders, sprich falsch verstanden? Wenn schon auch andere, wie Dieter Broers von der höchsten Einstrahlung sprachen, muss es doch stimmen! Doch es war scheinbar für mich ein Tag, wie jeder andere. Unspektakulär. Und sogar deprimierend. Habe ich einen Zug verpasst?
Ich hatte mir gewünscht, dass die Einstrahlung, ja sogar der erwartete Solarflash hier eine neue Dimension für mich spürbar werden lässt. Ich hatte mir gewünscht, zumindest einen kleinen Beweis fühlen und sehen zu können in meiner Welt. So einen kleinen Aufstiegs-Schubser vielleicht, der mir das Gefühl gibt, auf der richtigen Welle zu reiten, der mir das Gefühl gibt, ein paar Kilos leichter zu sein und eine nie da gewesene Klarheit in mir zu haben.
Ich schäme mich (mein Kopf schämt sich) und ich schäme mich nicht dafür. Mein Herz schämt sich nicht. Sonst könnte ich es nicht so offen schreiben. Hey, Ich bin ein Mensch, wie du und ich bin gerne so authentisch, wie ich nur sein kann. Denn von Stillschweigen und Lügengeschichten haben wir doch schon genug.
Ja, Ehrlichkeit kostet Mut, aber sie bringt mich auch in meine wahre Größe hinein. Und da will ich auch hin.
Es ist wie es ist. Und es ist auch gut so, wie es ist. Denn ich weiß auch, das krasse Veränderungen nicht unbedingt angenehmer sind! Es gab ja auch ein paar Visionen, die eher einer Horrorgeschichte glichen und die hätte ich mir nun auch nicht gewünscht. Mein Kopf sollte das eigentlich immer klar haben. Ja, wem sage ich das. Mein Kopf lernt auch nie aus, so wie ich. Witzig, dass mir dieser Satz gerade einfällt.
Gerade spüre ich des Öfteren so etwas wie Oberkante des Erträglichen. Und gleichzeitig weiß ich, es hat scheinbar alles seine ganz eigene Ordnung. Auch wenn sich das mehr wie Chaos anfühlt.
Richie schwingt grundsätzlich ganz ähnlich, wie ich. Wir hören uns beide gerne interessante Videos an und lesen gemeinsam Texte, weil sie uns beide interessieren.
Doch Richie hat seine Füße etwas mehr am Boden. Er hält mich in seinen Armen und sagt: „Ich verstehe deine Traurigkeit. Lass es einfach raus. Es ist in Ordnung. Ich habe gespürt, dass da nichts Spektakuläres kommt und doch bin auch ich etwas irritiert und hab Fragezeichen in mir.“ Haach, wie gut das tut!
Nun, es ist nur mein Ego, mein Kopf-gesteuertes Wesen, mein Kopfgefängnis, welches das Ganze schwer aushalten kann. Und was außerhalb von ihm abgeht, ist `ne ganze Menge. Aber eben für ihn zu leise, um es deutlich zu hören, zu schwer, um es zu erfassen, zu unsichtbar und zu unkonkret. Nicht einmal konkret genug, um es ihm beim Schreiben aus der Nase zu ziehen.
Selbst so Sätze, wie: Alles ist gut und in Ordnung!, klingen wie eine hohle Floskel, die in mir keine positive Resonanz mehr erzeugen.
Wahrscheinlich war es immer schon so. Die inneren Durchbrüche, die mich dauerhaft auf meinem Weg halten, die sind kaum spürbar und alles andere als spektakulär. Und so mancher Durchbruch kommt einem zunächst eher wie ein innerer Stillstand mitten im Chaos vor.
Mein Kopf ist es nur durch die Medien anders gewohnt. Es muss krass sein, plötzlich und am besten explosiv, damit er checkt: Jep, da weiß ich Bescheid! Da geht wirklich was ab!
Ja, es ist der Kopf, der das braucht. Er will immer und ständig etwas Greifbares haben. Und der letzte Strohhalm sind dann Schriften und Videos von Quellen, denen ich vertraue und auf die ich, mein Kopf, immer wieder ein Gedankenkartenhaus aufbauen will.
Wenigstens ein Strohhalm.
Ansonsten habe ich das Gefühl, in eine Art Schwebezustand zu sein, zwar ohne Stress und immer wieder mit einem völlig leeren Kopf, aber auch ohne irgendeine Richtung. Ich komme mir vor, wie ein Teil aus lauter Bauklötzen, die sich still und heimlich einfach neu zusammen setzen, ohne mir Bescheid zu sagen.
Da war bisher dies und plötzlich ist es anders. Da wollte ich doch das und dann doch nicht mehr.
Das Eine fällt weg und etwas Anderes kommt aber stattdessen nicht hinzu und es fühlt sich an, als ob etwas fehlt. Keine Ahnung, ob es irgendjemandem auch so geht, wie mir. Wenn ja, schreib es gerne in den Chat! Ich freue mich darüber!
Warum muss ich jetzt an „Der kleine Prinz“ denken? An den berühmten Satz, den jeder kennt: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar. Wie wahr.
Es bleibt schleichend, leise, unmerklich, völlig unspektakulär, das Wahre, das sich stetig neu formiert. Dein Kopf mag jetzt denken: Was labert sie denn für Zeug? Das ist ok für mich.
Alles Laute, Krasse, Schrille zählt nicht mehr. Es gehört zu der Welt, der ich den Rücken gekehrt habe. Es ist nur mein Kopf, der das vermisst. Ihm fehlt das Greifbare.
Aber es war noch nie wirklich greifbar, das was wirklich zählt, lieber Kopf. Und der Wunsch, der dahinter steckt, endlich mehr Klarheit und Sicherheit in mir zu fühlen, wenn etwas für den Kopf greifbar ist, den darf ich getrost loslassen, wie alles andere.
Ich bleibe also im Vertrauen und lebe stetig mehr im Jetzt-Moment. Nix planen, nix Spektakuläres entdecken oder erwarten. Mich noch mehr in mir verankern.
Das geht am besten in der Stille. Einfach atmen, still sein. Das tut mir wirklich gut. Ja, es mag auch ein Gefühl von innerer Unruhe, von Unwohlsein aufkommen, das verhindern will, dass ich in die Stille abgleite. Und es mag ein Gefühl von Langeweile aufkommen.
Aber dann, in der Stille mit mir selbst, entsteht auch dieses innere Urvertrauen, das niemals durch Beweise im Außen zur Blüte gebracht werden kann.
Doch auch die Langeweile spielt sich ja nur im Kopf ab. Es gibt keine Langeweile. Nur schlecht genutzte Jetzt-Momente. Also, zwischen den Stühlen hin und her denken macht keinen Sinn.
Dann lieber ganz bewusst: Hinsetzen und atmen. Immer wieder seufzen! Bewusst Augen zu, bewusst Augen auf! Bewusst den Körper spüren. Bewusst den Körper füllen mit meinem Bewusstsein. Bewusst die Gedanken beobachten.
Aber sitzen bleiben und beobachten, wie die Gedanken-Züge ohne mich abfahren. Ich muss auf keinen Zug aufspringen.
Und wenn ich es doch wieder getan habe, darf mich mir getrost verzeihen. Das habe ich übrigens in den letzten Tagen in der Tiefe der Höhle auch getan. Hab’ich ganz vergessen ;-).Ich habe mir so Vieles vergeben, dass sich da gezeigt hat in der tiefen Dunkelheit.
Das hätte ich nie gedacht, dass ich mit mir doch noch nicht so ganz im Frieden war. Ich habe mich in der Vergangenheit so oft vernachlässigt. So oft kritisiert. So oft verbogen. Und mein Körper hat wieder ein paar Blockaden loslassen können. Ich konnte mir all das vergeben.
Jetzt bin ich mir wieder ein Stückchen näher. Und das bleibt. Das vergeht nicht.
Also doch ganz schön was los in dieser Zeit. Nur nicht spektakulär. Nicht laut. Nur eben fühlbar in der Stille. Da ist es sehr lebendig.
Erinnere dich: In dir ist mehr los, als dein Kopf denkt.
Herzliche Umarmung
deine Olivia
P.S.: Wenn du diesen Text nicht lesen magst, klicke einfach auf das Bild. Ich habe, wie immer, eine Audio für dich kreiert. Alles Liebe
