WARUM WIR DENKEN: „DAS LEBEN IST UNGERECHT! – vollständiger Text
Wie oft habe ich mich in der Vergangenheit sagen hören: „Schau, was in der Welt los ist. Alles nur negativ. Krieg, Gewalt, Armut. Alles sinnlos!“
Wie oft habe ich mich in der Vergangenheit sagen hören: „Mir geht es schlecht. Das Leben ist unfair. Anderen geht es besser als mir. Es ist nicht gerecht, dass ich keinen Erfolg habe, im Mangel lebe, nicht genug Liebe erfahre und unglücklich bin!“
Heute höre ich mich sagen: „Ich lebe die meiste Zeit glücklich. Ich habe erkannt, dass ich mein Leben ändern kann, dass ich kein Opfer äußerer Umstände bin. Das Leben gibt mir stets, was ich bin. Und heute fühle ich mich immer öfter reich beschenkt!“
Während ich damals alles für sinnlos hielt und es persönlich nahm, ohne zu erkennen, dass es meine eigenen Kreationen waren, ich sozusagen durch die Brille der Unbewusstheit mein Leben wahrnahm, ist es heute völlig anders.
Ich bin zu der Erfahrung gekommen, dass ich Einfluss nehmen kann und Gestalter meiner Welt sein kann, ja sogar muss. Denn ich habe die ganze Zeit das Steuer in der Hand, ohne es gewusst zu haben. Und du und jeder andere hat es ebenso in der Hand, ohne es zu wissen. Und das kann ich heute erkennen und mein Leben die meiste Zeit bewusst steuern.
Aber warum denken wir überhaupt so negativ, warum fühlen wir uns oft so schlecht, so hilflos, so ohnmächtig? Warum denken wir, dass die Welt da draußen sich zuerst ändern muss, damit wir glücklich sein können? Warum denken wir, dass wir zuerst besser werden müssen, damit es uns besser gehen kann?
Wir werden mit so vielen Programmen zugeschüttet. Darüber, wie das Leben zu sein hat. Wie wir zu funktionieren haben. Was begehrenswert und was abzulehnen ist. Was gut, was schlecht ist. Ich glaube, wir werden ganz gezielt belogen und zugemüllt von Anfang an. Und wir sollen die Wahrheit nicht erfahren.
Und dann ist da noch dieses verdrehte Hierarchien-Modell, ein Ausbeutungs-System, in dem wir leben. Ein, wie ich finde, bewusst installiertes menschenfeindliches System, in dem es so viel Leid, Krankheit, Stress, Zerstörung der Natur, Krieg, Gewalt und Schmerz gibt. Ein System, das von unserer Lebensenergie lebt, das uns in die Irre führt, Leben für Leben, solange wir nicht aufwachen.
Wenn ich sage: „Die Welt da draußen ist doch schlecht und negativ und grausam“, stimmt das.
Wenn ich sage: „Die Welt, in der ich lebe, ist schön, weil ich wie Pippi Langstrumpf bin“, stimmt das auch, für mich, weil ich diese Programme in mir deinstalliert habe, die mir etwas anderes einreden wollen.
Du lachst vielleicht und denkst: Ha, Pippi Langstrumpf. Du redest dir wohl die Welt einfach schön! Nein, das würde ja auf Dauer nicht funktionieren, sich die Welt schön zu reden. Das haben wir doch alle schon erlebt. Wir haben verdrängt, weg geschaut, uns etwas vorgemacht und dann: Zack! Kommt der nächste Klops, das nächste Drama, die nächste Hürde und zeigt uns: Die Kacke dampft! Eigentlich ein Weckruf! Nichteinmal das erkennen wir. Das erkennen die meisten bis zum Lebensende nicht.
Und da sind noch die universellen Gesetze, die hier wirken. Von denen wir nichts in der Schule lernen.
Die Welt existiert in einer Vielfalt. Es ist tatsächlich alles da. Das Leben IST. Es ist ALLES.
Nur, dass ich meistens mit dieser Brille durch die Welt laufe, die mich in der Dunkelheit gefangen hält. Erst wenn ich mutig bin, sie abzunehmen, beginnt das Staunen. Oder vielleicht doch erst mal der Schock, die Entrüstung darüber, wie so etwas sein kann.
Mir kommt es fast so vor, als wäre ich in einer Hölle gelandet, in der ich aufgefordert bin, mein eigenes Licht wieder zu finden, um diese Hölle zu verwandeln, zumindest da, wo ich bin. Die Herausforderung ist groß. Denn es wurde sehr geschickt dafür gesorgt, dass wir völlig vergessen haben, wer wir eigentlich sind. Wir leben kurz. Wir fangen Leben für Leben bei Null an. Als schreiendes Baby. Und nach dem vermeintlichen Tod (der ebenso infrage gestellt werden kann), wird uns alles wieder genommen, alles von der Festplatte gelöscht.
Wir lernen vom ersten Tag an, zu weinen, zu überleben, zu misstrauen, zu werten, uns zu schützen, uns anzupassen, uns zu verstecken, zu anderen hoch zu blicken, physische und psychische Schmerzen zu ertragen, uns am Außen zu orientieren, anstatt uns selbst zu entdecken in unserem Inneren. Wir lernen Gehorsam, uns anzupassen, um nicht ausgegrenzt zu werden. Wir lernen, all das als Wahrheit für dieses Leben zu betrachten.
Wir lernen: Ich bin falsch. Ich gehöre nicht dazu. Ich bin nicht gut genug. Ich muss noch besser werden. Ich bin nichts wert. Niemand behandelt mich gut. Niemand liebt mich. Schmerz und Gewalt sind Teil meines Lebens. Ich bin ein Sünder. Andere haben mehr Glück als ich. Immer, wenn es mir gut geht, verliere ich es wieder. Ja, manche lernen sogar, zu glauben: Ich muss bestraft werden, weil ich schlecht bin. Das ist womöglich mein Karma. Was für ein Irrsinn!
Unzählige Erfahrungen, die alle etwas gemeinsam haben. Zu wenig Liebe, zu wenig Lob, negative Erfahrungen, eingefügte Traumata, negative Weltbilder, ein negatives Selbstbild, Lügen, Lügen, Lügen. Und doch zeigt sich jedem genau die Wahrheit, an die er glaubt.
Wie kann ich das Leben als „schön“ erleben, wenn ich in diesem Müllhaufen stecke?
Erst, wenn ich beginne, die Beobachterrolle einzunehmen, kritisch all das zu betrachten, dass mein Kopf so alles abgespeichert hat. Wenn ich beginne, zu zweifeln, zu hinterfragen und wissen zu wollen, ob es hinter dem dunklen Vorhang noch eine andere Wirklichkeit gibt…
Wenn ich wirklich etwas verändern will, weil mich dieses Leben meine Lebenskraft, meine Freude kostet ...
Wenn ich meinen Fokus erweitere und beginne, noch viel mehr zu entdecken, als nur Leid...
Wenn ich bereit bin, mich selbst anzuschauen, in mich hineinzuschauen. Und all den Schmerz, der da ist, nicht länger für einen bösen Zufall, Pech oder Ungerechtigkeit zu halten. Sondern beginne, zu erkennen, wo er herkommt und was ich tun kann….
Wenn ich beginne, mich selbst wertzuschätzen und in den Arm zu nehmen und gemeinsam mit mir selbst diesen Schmerz nicht länger weg drücke.
Wenn ich die glasklare Entscheidung treffe: Nein, so nicht mehr. Jetzt lebe ich mich. Ich lebe keine Lüge mehr. Es gibt noch eine Wahrheit hinter dieser Lüge. Ich will meine Wahrheit leben!
Ich halte ihn aus, den Schmerz, durchfühle ihn als Teil der Vergangenheit, die ich jetzt hinter mir lassen kann.
Dann beginnt der Weg der Befreiung. Ich befreie mich von all den Lügen, all den Glaubensmustern, den Schwüren, Versprechen, Verstrickungen, Schuldgefühlen, Gefängnissen in meinem Kopf.
Dann beginnt der Weg der Erkenntnis. Dann beginnt das wahre Leben in der Eigenmacht, in der Freude, in der Welt der Möglichkeiten.
Denn der Vorhang öffnet sich, der Blick auf das Leben wird groß und ganzheitlich.
Mit jedem Schritt der inneren Befreiung weitet sich unser Blick, öffnen sich neue Türen, neue Wahrheiten und die Illusion wird immer deutlicher, wenn wir lächelnd zurück blicken und die alte Welt nicht mehr als die unsere empfinden.
Erinnere dich: Hinter dem dunklen Schleier der Illusion wartet eine ganz andere Wirklichkeit, als dein Kopf denken mag oder denken kann.
Herzliche Umarmung
deine Olivia
