WARUM WÜNSCHE NUR WÜNSCHE BLEIBEN – vollständiger Text
Ich weiß nicht mehr, wann ich das erkannt habe. Das Wünschen aus einem inneren Mangel kommt. Viele Jahre habe ich mir gewünscht, glücklicher zu sein, reicher zu sein, lebendiger zu sein, freier zu sein.. Viele, viele Jahre. Ich glaube, viele von uns verbringen ihr ganzes Leben damit, in dieser Illusionsblase zu bleiben und ewig weiter zu hoffen und zu wünschen.
Auch da hat „man“ sich viel Mühe gemacht, uns das so beizubringen. Vor allem die Kirche, die Religion. Aber es ist egal, woher es kommt. Wichtig ist, genau da auszusteigen mit der Erkenntnis, dass die Realität nicht statisch ist. Die Realität, die sich mir im Außen zeigt, ist die Antwort auf meinen eigenen genetischen Code. Auf meine Programmierung, auf meine inneren Glaubenskonstrukte.
Ich muss nicht darauf warten, dass da draußen etwas passiert. Ich muss nicht meine Wände mit Motivationssprüchen dekorieren, stundenlang meditieren oder zum Himmel blicken mit gefalteten Händen, in der Hoffnung auf ein Zeichen, eine Erlaubnis oder ein Wunder.
Die Wahrheit mag brutal oder verwirrend sein. Die Realität, die ich sehe, berühre und erlebe, ist keine statische Bühne, auf der ich nur ein Nebendarsteller bin. Sie ist auf mich bezogen, auf mich selbst als Hauptdarsteller! Oh, ich, ein Hauptdarsteller? Ja, in meinem Leben bin ich, sollte mir klar sein, dass ich der Hauptdarsteller bin. So wie dir klar sein darf, dass du der Hauptdarsteller deines Lebensfilmes bist! Alleine dafür lohnt es, einmal tief durch zu atmen und das zu verinnerlichen.
Der folgende Satz mag dich nun triggern, aber er hat auch das Zeug, deine Gehirnchemie zu verändern! Die Welt gibt dir nicht, was du wünschst oder willst. Sie gibt dir, was du bist!
Autsch! Den Schmerz habe ich auch mal kurz gespürt!
Der Grund, warum die meisten unserer Wünsche nur Wünsche bleiben, ist, dass wir sie als etwas äußerliches sehen. Als ferne Berge, die es zu erklimmen gilt. Die Gesundheit, der Reichtum, die ersehnte Liebe...irgendwo da draußen in der Ferne...weit weg von mir selbst. Und der Irrglaube, ich muss mich nur genug anstrengen, um dahin zu gelangen.
Doch genau darin liegt der Fehler im Denken! Diese falsche Wahrnehmung von Distanz zwischen mir und dem Erwünschten macht es fast unmöglich, da hin zukommen.
Carl Gustav Jung lehrte damals schon: Alles, was uns in der physischen Welt widerfährt, ist in Wirklichkeit eine Widerspiegelung einer psychischen Realität, die bereits in uns stattgefunden hat.
Die Welt da draußen funktioniert wie ein gigantischer und gnadenloser Spiegel.
Wenn ich vor diesem Spiegel stehe mit Angst, Mangel und Bedürfnissen, bleibt dem Spiegel nichts anderes übrig, als noch mehr von dem zu spiegeln, was da ist.
Das ist ein Paradox, das nicht besonders gerne gesehen wird. Denn es sagt einem, dass man energetisch verhindert, dass einen das Begehrte erreicht, solange man mit dem Gefühl lebt, es nicht zu haben. Eigentlich könnte es einem grausam und ungerecht vorkommen.
Doch wenn es umgekehrt bereits so ist, dass du deinem Spiegel Dankbarkeit, Fülle, Liebe und Zufriedenheit schenkst, spiegelt er dir noch mehr davon zurück. Das ist die schöne Seite der Medaille.
Und was soll ich sagen? Es stimmt! Wir schreien Tag für Tag all das Negative, all den Ärger, woran wir denken, glauben rein ins Universum und wundern uns, dass genau das uns zurück trifft. Weil es uns einfach nur die Wahrheit zeigt, wie ein Echo: Wir haben es nicht, wir sind im Ärger, im Mangel, im Frust.
Ja, warum hat uns das nur niemand beigebracht? Das gehört schon in den Schulunterricht!
Was wäre, wenn es einen Weg gäbe, wenn wir dieses ursprüngliche Bild verändern würden? Wenn wir unser Bewusstsein, unsere Frequenz dahingehend verändern, dass wir unsere Vorstellungskraft von dem, was wir leben wollen, realer werden lassen als das, was wir gerade anders erleben!
Wenn wir unsere Aufmerksamkeit genau darauf lenken, auf das, wofür wir dankbar sind und wovon wir gerne mehr haben wollen! Wenn wir aufhören, gegen unseren Spiegel anzukämpfen und uns nicht länger im Frust und im Opferdenken verlieren!
Wie kann ich mich wohlhabend fühlen, wenn die Rechnungen auf dem Tisch etwas anderes sagen? Wie kann ich etwas haben, von dem mir meine Augen ganz klar sagen, dass es nicht da ist?
Wie kann ich mich geliebt fühlen, wenn ich alleine schlafe?
Genau hier steht diese unsichtbare Mauer, die viele von uns kaum erkennen, geschweige denn überwinden und die ich lange auch nicht erkennen konnte.
Verlangen ist ein Symptom von Mangel. Ich will nur Wasser, wenn ich durstig bin. Ich will Ruhe, wenn ich erschöpft bin. Wenn ich den Tag damit verbringe, etwas unbedingt haben zu wollen, dann sage ich damit ständig: Ich habe es nicht. Mein Unterbewusstsein akzeptiert es genau so. Es empfängt die Botschaft: Ich habe es nicht. Und es wandelt diese Tatsache in ihre chemische und biologische Realität um und sorgt damit dafür, dass ich es weiterhin nicht habe.
Diesen Kreislauf darf ich durchbrechen.
Es geht um die Angst, die ich beim Gedanken an die Zukunft verspüre, das enge Gefühl in der Brust, wenn ich meinen Kontostand überprüfe, das Warten auf eine Nachricht, die nicht kommt….
Wenn ich meine Augen schließe und die Angst vor Schulden spüre, schüttet mein Körper Cortisol und Adrenalin aus. Meine Zellen reagieren, als sei ich in Gefahr. Und chemisch gesehen, lebe ich in Armut. Und zwar unabhängig davon, wie viel Geld ich habe. Es ist allein meine Angst, die dafür sorgt.
Ich darf lernen, ins Vertrauen zu gehen. Meine Blockaden zu lösen, die Ängste hinter mir zu lassen. Und auch das Warten im Leben darf ich hinter mir lassen! Ich warte nicht länger,….ok, nur noch sehr selten!
Wenn ich an früher denke: Oh, ich habe ständig meine Zeit im emotionalen Wartezimmer verbracht. Wenn die Sonne scheint, bin ich wieder fröhlich. Wenn ich diesen Job habe, dann geht es mir besser. Wenn ich dieses Haus habe, dann kann ich ein glückliches Familienleben leben. Wenn ich mehr Geld habe, wenn ich längeres Haar habe, wenn meine Pickel verschwinden, wenn Tag X kommt…..
Kennst du diese „Wenn-Geschichten“ auch aus deinem Leben? Wartest du noch auf etwas? Auf den Tag X, an dem alles anders wird?
Und erkennst du, in welche Falle wir da getappt sind?
Was wäre, wenn wir ab jetzt unser Verlangen und unser Warten von uns abstreifen wie einen zu eng gewordenen Overall? Wenn wir ab jetzt einfach in uns ruhen, dankbar für das, was bereits da ist. Ohne über die Zukunft nachzudenken, wenn all deine Wünsche in Erfüllung gehen würden.
Ich habe vor Jahren einmal einen Satz gehört oder gelesen, ich weiß es nicht mehr genau. Aber ich weiß noch genau, wie tief er ging, wie es sich angefühlt hat, als ich diese Worte vernahm. Es war, als hätten sie sich in mein System eingebrannt und hallten immer weiter nach, sodass ich sie nie vergessen konnte. Die Worte lauteten in etwa so: Du bekommst erst das, was du begehrst, wenn du es nicht mehr brauchst!
Huuuh, diese Worte machen immer noch etwas mit mir! Ich hatte das damals schon verstanden, welche Botschaft darin steckte.
Und da hatte ich bereits begonnen, zu verstehen, dass ich, solange mein Verlangen noch da war, das nicht erreichen würde. Natürlich war ich noch hilflos und wusste nicht, wie ich das anstellen kann und mir fehlte noch dieses wichtige Wissen über Dankbarkeit und die Magie der Vorstellung, dass bereits alles da ist und wie sich das anfühlt!
Meine ruhige Gewissheit ist die Frequenz der Fülle. Das ist schon, was ich bin.
Nicht: Ich will! Sondern: Ich bin!
Ich muss mich nur noch davon überzeugen, dass ich die Königin bin in meiner Welt und mich nicht länger wie ein Bettler fühlen.
Da rebelliert der Kopf, ist ja klar! Der sagt: Unmöglich, Quatsch, Gefasel.
Doch es gibt diese Momente, in denen ich meine neue Wahrheit direkt in mein Innerstes pflanzen kann, ohne dass mich diese Zweifel stören.
Das braucht keine stundenlange Anstrengung und keine eiserne Willenskraft. Und ich muss auch nicht den ganzen Tag lang gegen negative Gedanken ankämpfen.
Es braucht diesen Moment vor dem Einschlafen, der Moment, in dem ich in einem hypnagogischen Alpha- oder Teta-Zustand bin. Wo ich noch nicht ganz eingeschlafen bin. Diesen Moment kannst du nutzen, weil dein Unterbewusstsein geöffnet ist, um dir das zu sagen, was dein Unterbewusstsein dann als Wahrheit akzeptiert und aufnimmt.
Also nicht die Probleme des Tages Revue passieren lassen und sich Sorgen um morgen machen. Sondern in diesen Momenten stelle dir das vor, was du dir bisher gewünscht hast, als sei es bereits da. Visualisiere eine kurze Szene, die andeutet, dass dein Wunsch, deine Lösung bereits real ist.
Wenn du dir z.B. Gesundheit wünschst. Stell dir vor, wie du an einem Strand entlang läufst, wie deine Füße durch den warmen Sand laufen, wie der frische Wind deine Wangen streift. Fühle, wie du dich völlig vital, lebendig fühlst und dankbar bist für deinen gesunden Körper. Nicht, wie du beim Arzt gute Nachrichten erhältst.
Wenn du mehr Geld willst: Stelle dir nicht vor, wie du Geld findest oder es vom Himmel fällt, sondern wie du mit lieben Freunden oder mit deiner Familie in einem schönen Restaurant sitzt und ihr lecker gegessen habt und wie du das Essen für alle bezahlst, ohne Sorgen über die Höhe der Rechnung. Spüre diese Leichtigkeit und diese Dankbarkeit und sieh das Lächeln des Kellners, der sich über dein großzügiges Trinkgeld freut.
Die Magie ist, schon da zu sein, in diese Situation einzutauchen, sie zu fühlen mit allen Sinnen. Denn die Emotionen und die Sinne sind der Kitt, der dieses Bild mit der Realität verbindet.
Und wenn wir in dieser Begeisterung, dieser Freude in den Schlaf sinken, weißt du, was in den folgenden Stunden passiert? Es wird sich in dir neu ordnen, um dich mit dieser neuen Wahrheit in Einklang bringen, die du gerade verinnerlicht hast. Und du wirst verändert aufwachen!
Alleine meine Haltung, mein tiefer innerer Frieden, diese Gewissheit, dass alles gut ist in meiner Welt, dass ich nur Gutes verdiene (verdiene, was für ein Wort, aber mir fällt kein Ersatz dafür ein), und dieses Hochholen von Dankbarkeit für so Vieles, das schon da ist und nicht selbstverständlich ist, all das schmückt meinen Lebensraum mit mehr und mehr Fülle!
Ja, Gedankenhygiene spielt da mit rein! Lass die negativen Gedanken draußen, wie der Türsteher die Schlägertypen nicht rein lässt. Nimm dich als wertvollen Tempel wahr, der sauber gehalten werden will und stetig sauberer wird!
Du wirst es noch nicht glauben können, dein Kopf wird es noch nicht glauben können. Und die Zeitverzögerung, mit der wir es hier zu tun haben, sorgt oft dafür, dass wir verzagen und den Kopf denken lassen: Ach, ich hab schon so oft….aber es zeigt sich nichts im Außen! Geduld ist in deiner Welt auch ein wertvoller Begleiter.
Doch irgendwann macht es: Plopp! Und du bemerkst, dass sich dein Leben immer mehr verändert in die Richtung, in die du dich damals noch so sehr gewünscht hast!
Vielleicht hilft dir dieser Satz ja auch, so wie er mich begleitet hat: Du bekommst erst das, was du begehrst, wenn du es nicht mehr brauchst! Also, wenn es nicht mehr so wichtig ist, wenn du es los lassen konntest, dann steht es eines Tages vor deiner Türe!
Ich habe es so erlebt! Und ich erlebe es immer wieder!
Das Leben beginnt immer in der Dunkelheit. Der Samen keimt in der Dunkelheit der Erde. Das Baby entsteht in der Dunkelheit des Mutterleibs. Geniale Ideen werden in der Stille des Geistes geboren.
Alles Wichtige braucht eine Zeit der Dunkelheit und Stille, bevor es gestärkt ans Licht kommen kann.
Nun schließe für einen stillen Moment deine Augen. Lass deine Energie frei fließen. Atme tief ein und aus und noch einmal tief ein und aus.
Lass all die Anspannung los, all die Zweifel, die du mit dir herumgetragen hast. Die Welt da draußen verschwindet jetzt für diesen Moment.
Jetzt stelle dir den schönsten Moment vor, den dein Herz schneller schlagen lässt. Stell dir vor, du bist in diesem Moment anwesend, mittendrin. Wo bist du? Wer ist noch dort? Spricht jemand? Wie schaut deine Umgebung aus? Wie riecht die Luft? Welche Farben, welchen Boden, welches Licht, welche Temperatur nimmst du wahr?
Spüre die Hand eines geliebten Menschen, siehe das Lächeln, höre das Lachen. Spüre, wie du dich leichter fühlst, wie du fühlst, dass dein Kämpfen vorbei ist. Dass du es geschafft hast. Dass du endlich die Ernte einfährst, auf die du so lange gewartet hast. Fühle deinen gesamten Körper, wie er sich freut. Jede einzelne Zelle deines Körpers. Lächelst du? Sag innerlich aus tiefstem Herzen: Danke! Danke, dass es so ist! Danke, dass es real ist.
Du hast in diesem Moment bereits deine Realität neu erschaffen und neue Samen gelegt in dir! Und du darfst die negativen Gedanken, die wie Unkraut verhindern, dass die Pflanze zu einem prächtigen Gewächs heranwachsen kann, immer wieder auszupfen, Tag für Tag.
Ich finde, es macht sogar Freude, auf diese Weise mein Leben zu kreieren und zu trainieren, den Kopf auszuschalten und ihm allen Wind aus seinen Flügeln zu nehmen, um mir das negative Gegenbeispiel vorzukrächzen.
Diese Situation ist bereits real. Ich sagte ja mal in einem der vorherigen Blogartikel, dass wir uns Tag für Tag in unser Leben denken.
Jetzt kommen all deine Sinne hinzu und dein geniales Vorstellungsvermögen, deine innere Kreativität. Das ist deine Schöpferkraft, gepaart mit deiner Selbstverantwortung für dein Leben! Nutze sie ab jetzt und kreiere dir dein Leben!
Entdecke die Möglichkeiten und erinnere dich: Du kannst mehr erreichen, als dein Kopf denkt.
Ich umarme dich
deine Olivia
