← Bewusst – Frei – Lebendig – Sein · Gemeinsame Startseite
Olivia SonnigWorte. Herz. Leben.
Heart-Life Lichtsymbol

Heart-Life

NO HARD LIFE BUT HEART-LIFE

← Alle Beiträge

Lesen und Lauschen · Olivia Sonnig

WENN DER BODEN UNTER MEINEN FÜßEN WACKELT

Von Olivia Sonnig · Lesen: ca. 5 Min. · Anhören

Zum Text ↓Lieber anhören ♫
Titelbild: WENN DER BODEN UNTER MEINEN FÜßEN WACKELT

Meine Stimme für Dich

Einfach zurücklehnen.
Und zuhören.

Die Audiofassung dieses Beitrags.

Audio direkt öffnen ↗

WENN DER BODEN UNTER MEINEN FÜßEN WACKELT – vollständiger Text

Es wird seltsam still in mir und gleichzeitig werde ich wach. Es ist mitten in der Nacht. Der Van wackelt. Richie schreckt auf aus seinem Tiefschlaf und sitzt aufrecht. Er will schon instinktiv raus laufen.

Eine ähnliche Situation hatten wir schon einmal vor ca. 1,5 Jahren. In Südgriechenland. Da hatte es noch heftiger gewackelt, mitten in der Nacht.

Am Abend zuvor hatte es bei den Menschen dort Gespräche gegeben über einen Diebstahl. Zigeuner hatten aus einem Auto Wertsachen gestohlen und fuhren mit dem Auto einfach weiter. Niemand hatte es zunächst bemerkt.

Richie dachte nun in dieser Nacht, wie damals, irgendjemand wackele an unserem Auto, um uns raus zu locken. Es dauert eine Weile, bis er checkt, dass es ein Erdbeben ist.

Ich erinnere mich, als ich in Deutschland war, gab es auch zweimal ein krasses Erdbeben. Es war sogar mit einem unheimlichen Geräusch, einem seltsamen Grollen verbunden. Ich war junge Mutter. Beim ersten Erdbeben war mein erster Sohn noch ein Baby.

Es ist ein kleines Schockerlebnis, wenn plötzlich alles wackelt und ich nichts tun kann, als es auszuhalten. Mein damaliger Mann war auch eher darauf bedacht, so schnell wie möglich das Haus zu verlassen. Doch ich blieb ungewöhnlich ruhig. Ich blieb liegen und beobachtete mit klopfendem Herzen, wie es weitergeht.

So auch diese Nacht. Richie legt sich wieder hin und wir sind hellwach. Es war längst nicht so heftig, wie in Südgriechenland. Aber wir wissen, dass es normal ist für die Griechen, Erdbeben zu erleben. Dieses Mal haben wir es auf Kreta erlebt.

Griechenland gehört zu den erdbebenreichsten Ländern Europas. Das Land liegt auf einer geologisch aktiven Zone, wo die Afrikanische und die Eurasische Platte aufeinandertreffen. Die afrikanische Erdplatte schiebt sich sozusagen stetig unter die eurasische Platte, kann man zumindest so nachlesen.

Wir sprechen noch angeregt miteinander. Richie hatte bis zum Erdbeben einen interessanten Traum gehabt und ist fast traurig, dass er mitten in diesem von der Erde geweckt worden ist.

Es bebt noch längere Zeit leicht nach, während Richie wieder tief im Schlaf versunken ist. Ich spüre irgendwie jede kleinste Regung dieser Erde, auf der wir stehen. Ich glaube, wenn man im Auto oder wie wir, in einem vollbepackten Van sitzt oder liegt, spürt man so ein Beben viel stärker als in einem Haus, das fest steht. Denn die Räder, die Federung nimmt jede Erschütterung auf oder leitet sie gleich weiter. Ich habe keine Ahnung, wie ich das richtig formuliere. Aber du verstehst, was ich meine.

Und nach dieser Nacht ist der Tag wieder dunkel behangen, voller Regenwolken. Und wir sind beim Frühstück und hören uns eine gute Hördatei an.

Da plötzlich wackelt unser Zuhause wieder. Es wackelt, schaukelt, zittert, während es regnet.

Ich sehe die hängenden Tassen über mir immer noch wackeln, es ist schon eine halbe Stunde her seit dem letzten Beginn.

Und die Erde wird nicht ruhig. Ich kann sie fühlen. Ich fühle, während ich hier auf meiner Sitzbank sitze und schreibe und über die wolkenverhangenen Bergketten blicke, dass die Erde bebt. Oder spricht sie?

Es kommt mir vor, als würde sie sagen: Es dauert nicht mehr lange. Ich bin bereit, ich werde mich befreien. Es kommt mir wirklich so vor, als würde etwas Großes bevorstehen, ganz bald.

Aber, wir werden sehen. Wichtig ist nur eines: Nicht der Angst verfallen. Verbunden sein mit mir, meiner Unsterblichkeit, der wunderbaren Erde, die sich, wie ich auch, nichts sehnlicher wünscht, als diese Ebene zu verlassen. Verstehe mich nicht falsch. Ich will nicht sterben. Und wenn ich von einer neuen Zeitlinie, von Bewusstseinsebenen, von „Aufstieg“ spreche, verdrehst du vielleicht die Augen.

Doch eigentlich ist es das. Ich wollte dieses Wort „Aufstieg“ auch lange nicht mehr in den Mund nehmen, weil ich es in die spirituelle Ecke verbannt hatte. Doch neulich habe ich es anders wahrnehmen können. Nun, es kommt immer darauf an, mit welchem Inhalt ich ein Wort, einen Begriff fülle.

Wenn ich es mir korrekt vorstelle, ist es eine Frequenzerhöhung, eine andere Ebene. Es fühlt sich an, als ob etwas Altes, Dunkles zu Ende geht. Als ob eine große „Formatierung“ bevorsteht und gleichzeitig für viele ein Aufatmen, ein Freiwerden. Kein Reset dieser künstlichen Matrix, sondern etwas anderes. Oder vielleicht gleichzeitig auch etwas anderes?

Ich spüre, dass wir in extremen Zeiten leben, auch wenn ich es nicht greifen kann. Ich kann mir so gut vorstellen, dass diese Matrix hier bald ein Ende findet. Vielleicht wird sie in einer weiteren Kopie an einem anderen Ort weiter existieren.

Doch gleichzeitig sehe ich parallel dazu eine andere Welt, die freie Welt, die ursprüngliche Welt, in der wir einst als vollkommene Menschen unser Schöpfertum lebten, wieder aufblühen. Unsere kosmischen Familien, die bereits auf uns warten. Das, was für viele fälschlicherweise als der Himmel dargestellt wird.

Nun, jetzt bin ich aber sehr weit abgeschwiffen! Was so ein Erdbeben alles bewirken kann!

Die Erde ist immer noch unruhig, Die Tassen wackeln immer wieder. Ich fühle mit ihr. Mein Körper bleibt mittlerweile ruhig. Und gleichzeitig fühle ich mich hier, in dieser Matrix klein und hilflos. Wenn ich mir jetzt vorstelle, die Erde wird ihr Ding durchziehen, wird sie es mit oder ohne mich tun. Sie wird keine Rücksicht auf mich nehmen, wenn sie los legt.

Doch ich darf mich wieder im Vertrauen üben. Es ist alles gut. Es ist für alles gesorgt. Egal, was geschieht und geschehen wird, ich folge weiter meinem Herzen und bleibe in mir zentriert und damit verbunden mit meinem Ursprung. Diese Verbindung ist ewig und wird niemals vergehen.

Und bis dahin genieße ich mein Leben hier, mache weitere Erfahrungen, ent-wickele mich, philosophiere und schreibe für dich meine Zeilen.

Und in mir macht sich erneut eine klitzekleine Freude breit, als ob mein Herz/meine Seele mal wieder bereits mehr weiß als ich. Eine Freude, die mir wohl sagen will:

Freue dich auf alles, was kommt, es wird schöner, als dein Kopf denkt!

Ich umarme dich herzlich

deine Olivia

(Datum: 24.04.2026)

Original-Textdatei öffnen ↗

← Zur BlogübersichtZu Gisi Olivias Startseite